Überlegungen zu Frank Zander und 90er jahre Pagern

Fragt ihr euch manchmal auch, wie Frank Zanders Unternehmen „Handgebrannt“ heutzutage noch läuft? Das einzige Unternehmen, das “die ganz persönliche Geburstags-CD” bedruckt und besungen mit dem Vornamen des Jubilars verkauft. Dazu gabs damals in den 90ern eine nette Werbung:

Dieses Unternehmen gibt’s ja noch und da kann man sich auch noch CDs bestellen. Wenn ich da jetzt aber auf die Seite gehe und eingebe, dass ich eine CD auf meinen Spitznamen „Danger“ bestellen möchte, wird mir gesagt, dass dieser Name noch nicht eingesungen wurde und dass ich eine Telefonnummer anrufen soll. Was passiert denn nun, wenn ich da anrufe? Gebe ich dann am Telefon an, dass ich bitte eine persönlich von Frank Zander eingesungene Geburstags-CD auf den Namen Danger haben möchte? Und, das ist jetzt das spannendste an der Frage, macht der das dann auch gleich? Kann ich Frank Zander mit einem einfachen Telefonanruf dazu bewegen, aufzustehen und in sein Studio zu gehen, um sich vor das Mikro zu stellen und „Danger“ zu singen? Das kommt mir vor wie der Schmetterlingseffekt, nur dass es dabei um Frank Zander geht; was die Sache ja auch so schön macht. Ich habe meinem Ex-Freund vor Jahren diese CD einmal zum Geburtstag geschenkt. Sie hat 20 Euro gekostet und es war ein einziges Lied drauf. Allerdings war sein Name wirklich von Herrn Zander persönlich eingesungen. Man hörte ein lustiges Geburstagslied mit Lyrik, wie man sie sonst nur von Rilke gewöhnt ist: „Ab geht die Rakete hier auf Deiner Fete und jeder hat was mitgebracht. Soll’n die Elche jodeln, Pelikane rodeln, heut’ wird Rabatz gemacht!“ Insgesamt sieben mal wurde der Namen über dieses Lied gelegt, wobei die Namensspur immer doppelt so laut war wie die Gesangsspur. Nicht schlecht, nicht. Was ich mich dabei aber immer frage: wie oft im Jahr muss Frank noch mal “ran” und ins Studio und einen Namen einsingen. Wie oft im Monat? Wie oft in der Woche eventuell. Ich habe wirklich gar keine Ahnung.
Seit Jahren stelle ich mir den Arbeitsalltag von Frank Zander folgendermaßen vor: Frank kommt wie jeden Tag in sein Büro in Berlin Charlottenburg (außer am Wochenende, da spielt er irgendwo live nachmittags ein Konzert, aber immer in Berlin). Er setzt sich an seinen Schreibtisch, auf dem zwei Telefone stehen. Jetzt sitzt er da und wartet acht Stunden bis eines klingelt. Irgendwann klingelt das rechte. Er geht dran und es meldet sich sein Manager: „Ey Frank, ich hab einen Job für dich. Du musst sofort ins Studio und den Namen „Danger“ einsingen. Frank, das ist deine Chance. Die Leute wollen dich!“. Frank springt auf nimmt seinen Aktenkoffer, geht ins nächste Zimmer, schmeißt seinen PC an und singt dann das eine Wort ein. Währendessen sind auch sein Manager und sein Producer erschienen. Beide klatschen in die Hände und sagen „Super, Frank, das war spitze!“ Frank wischt sich den Schweiß von der Stirn und greift mit letzter Kraft nach dem Sektglas, das ihm sein Manager reicht. Sie stoßen überglücklich an. An weitere Arbeit ist an diesem Tag nicht mehr zu denken.
Ich schätze, so ist das dann.
Aber da war ja noch ein zweites Telefon auf seinem Schreibtisch! Und zwar, und das ist jetzt meine eigene ziemlich brillante Idee, gehört dieses Telefon einem Unternehmen, das seine Hochphase in den 90ern hatte, welches aber seinen Service heute rechtlich gesehen noch immer anbieten muss. Ich rede von dem Telefondienst von Pagern wie Quix, Tellmi oder Scall. Weil eigentlich: Wer sich in den 90ern ein Bravo-Quix gekauft hat, sollte doch heutzutage rechtlich gesehen noch immer die Möglichkeit haben, sein Gerät (damals Durchschnittspreis 100 DM) benutzen zu können. Um eine Textnachricht auf einen Pager schicken zu können, musste man eine teure Telefonnummer anrufen und den Damen in dem Callcenter langsam und deutlich eine Nachricht diktieren, die auch nicht länger als 80 Zeichen lang sein durfte. Man sollte doch eigentlich davon ausgehen dürfen, dass ein Anbieter die volle Leistungsdarbietung auch dann noch garantieren muss, bei dem vermeintlichen Fall, dass er megaout wird. Daher müsste es rechtlich dieses Callcenter, das die Textnachrichten annimmt, heute noch geben. Da reicht ja wahrscheinlich auch nur ein Telefon aus, um die wohl eher geringe Zahl von Anrufen anzunehmen. Und da finde ich, ist Frank Zanders Schreibtisch der beste Ort der Welt für. Damit wäre auch das zweite Telefon erklärt.

Allerdings ist mir bei der Recherche dieses Inhalts etwas untergekommen, was meine jahrelang ausgebrühtete Theorie verändert.
Es gibt jetzt nämlich Folgendes:


Wie von der Homepage zu entnehmen ist kostet die DVD nur 24,90 EUR plus 3,80 EUR Versand und ist in „eine edle Buch-Klappkarte verpackt, die innen auch Platz für die eigenen Glückwünsche bereit hält.“ Da aber wahrscheinlich die ewig gleiche Gesangsspur über das ewig gleiche Video gelegt wird, muss ich nicht anfangen zu überlegen,wie oft Herr Zander sich in der Woche vor die Bluebox stellen muss. Schaut man sich folgenden Link einmal an, kann man schätzen, dass bei Frank Zander nicht sehr oft eines seiner Telefone klingelt. http://www.ibiza-sunset.com/index1.html Hier hat Herr Zander extra eine Seite eingerichtet, mit der man via Webcam den Sonnenuntergang auf Ibiza verfolgen kann. Eine Sache, die ich bei meiner Recherche noch herausgefunden habe und die ich erst am Ende des Eintrags erwähne, da sonst obige These nicht mehr greift, ist folgender Wikipediaeintrag über den Quix: Die zunehmende Verbreitung des Mobiltelefons und die vergleichsweise hohen Gebühren machten Quix zunehmend unattraktiv. Im Juli 2000 wurde dann allen Teilnehmern die endgültige Einstellung des Dienstes zum Jahresende postalisch mitgeteilt.[3] Mitte Dezember 2000 erhielten die Nutzer eine Textnachricht, dass der Service eingestellt und der Quix Pager binnen 14 Tage unbrauchbar ist. Zum Ende hin wurden alle Quix Pager über ein einheitliches Funksignal unbrauchbar gemacht und konnten daraufhin nicht mehr eingeschaltet werden.

Diesbezüglich habe ich noch einen Testbericht von „Quix“ aus dem Jahr 2000 gefunden: http://www.ciao.de/Quix__216178: Als ich mir vor knapp 2 Jahren ein Quix kaufte (für 100 DM) war der Werbeslogen noch: ” Mit Quix immer erreichbar ” Mmh das dachte ich eigentlich auch nur auf einmal kam Mitte September wie auch schon zum zweiten mal: “Der Quix Funkruf Dienst wir zum 31,12,2000 eingestellt” Pah, das gibt’s doch gar nicht habe ich da gedacht und natürlich sofort bei der Miniruf GmbH in Hannover angerufen und erzählt das ich erst “kürzlich” ;-) ein Quix gekauft habe und ob ich jetzt eine Entschädigung bekomme, - aber Nein anstatt zu antworten legt der Kundendienst von Quix erst mal schon auf!

Es ist schade, dass man wahrscheinlich nie mehr erfahren wird, was da wirklich passiert ist. Damals im Jahre 2000 in der Quix-Firma. Zumindest habe ich mir dank Frank Zanders liebevoll zusammengestellten Linksammlung von Radiohörwünschen bei Radio hr1 ein Lied von ihm gewünscht, für den 1. April.

Kulturkritikkritik

‎”Musik hat sich bis in die letzten Winkel des Alltags ausgedehnt. Immer mehr hören an immer mehr Orten zu jeder Zeit für immer weniger Geld: Wo soll das eigentlich hinführen?”

DIE ZEIT, 2009

Welch ein Einfall! vom Verfalle, der Musik sprechen, gerade in dem Augenblicke, wo alles musiziert, wo man nichts als Musik und Musik höret, —Wohl wahr! Wie aber, wenn eben das Musikhören Gleichgültigkeit, Herabsetzung ihres Werthes und folglich Verfall derselben nach sich zöge? […] ‘sie ist alltäglich geworden […]”

R.: Über den Verfall der Musik, AMZ, 1818

Seit 200 Jahren wird von den Kulturkritikern der Niedergang der Musik heraufbeschworen. Seit 200 Jahren rezipieren wir Musik immer trivialer. Seit 200 Jahren verbreitet sie sich immer weiter in alle Ecken und Nischen der Gesellschaft. Seit 200 Jahren sinkt der Wert der Musik. Nach Meinung der Kulturkritiker der letzten 200 Jahre müsste Musik schon längst einen Minuswert bekommen haben. Dieser Annahme liegt das verklärte romantische Ideal einer autonomen Musik und eines genialischen Künstlers zugrunde. Das ist so, als wenn die Kulturkritiker jedes mal die Rezeptionsbedingung einer Mp3 in der U-Bahn mit der eines Konzertbesuchs vergleichen würden, wo mit geschlossenen Augen kontemplativ versunken einer Beethovensinfonie gelauscht würde. Unsere Kultur von dieser idealisierten Warte aus zu betrachten ist elitär und schafft es nicht, den eigenen Wert des Neuen zu erkennen. (Ist das nicht die Aufgabe einer Kulturkritik?) Was ist so schlimm daran, dass sich Musik weiter in der Gesellschaft und im Alltag ausbreitet? Warum sollte ihr Wert sinken, weil wir sie öfter hören? Doch nur, weil die Kulturkritiker glauben, die Masse könnte Musik nicht in dem Maße wertschätzen, wie sie es selbst tun. Damit ist der Kulturjournalismus in meinen Augen auch im Niedergang.

München

Das Schönste an München waren diese wunderbar innovativen Grammatikfehler!

Also, ich denke hier wird einfach die Geschichte des Ödipus aus der griechischen Mythologie in einen modernen Kontext gesetzt. Es ist der Moment an dem Iokaste, die Mutter, merkt, dass Sie ihren eigenen Sohn geheiratet hat. Getrieben von dem Wunsch den Inzest rückgängig zu machen, produziert sie symbolisch so viel vaginalen Verhütungsschaum, dass Ödipus niemals hätte geboren werden können. Ödipus, der ihr Vorhaben in dieser Szene erkennt, fürchtet seine nun Übermutter und leidet an Kastrationsangst. Der Ninjafächer ist hier Metapher für die Schere, die die Nabelschnur zwischen Mutter und Sohn trennt. Im Akt der Verzweiflung trennt er die nabelschnur und tötet dabei seine eigene Mutter. Dieser Muttermord wurde von dem Orakel nicht vorhergesagt, das nur vom Mord am Vater sprach. Er entscheidet sich mit seiner Tat gegen das Metaphysische und nimmt sein Schicksal in die eigenen Hände. Somit vollzieht der männliche Ninja in dieser Szene die Metamorphose von einem unmündigen zu einem mündigen und aufgeklärten modernen Menschen. Die Szene stellt also genau den Übergang vom alten zum neuen Weltbild dar.

Zumindest für dieses Video mit dieser Interpretation immerhin etwas Sinn ergeben.

Gedanken über lustiges Essen

Mein Vater hat gestern einen Kuchen für Pakistan gebacken. Als ich abends nach Hause kam lag auf dem Küchentisch ein Kochbuch von 1963. Es wurde zu meiner Bettlektüre. Ich glaube ich habe noch nie zuvor so seltsames Essen gesehen. Die schönsten Gerichte möchte ich mit euch teilen:

1. Das Covergericht: Erst dachte ich, es handelt sich um ein unbekanntes Gemälde eines russischen Konstruktivisten, vielleicht auch auch um eine dadaistische Collage, aber nein es hat wirklich jemand das Eiweiß kreisrund vom Eigelb abgeschnitten und es auf ein Schnitzel gelegt.

Das Covergericht

2. Heutzutage hat man Fun-Applikationen auf dem Iphone, früher hatte man nichts außer einer Orange, Zahnstocher, eine fetzige Idee und den Tatendrang Blumenmuster in Radieschen zu schnitzen. (Gut, ich war auch schon einmal auf einer Bio-Party gewesen, da hatten die Veranstalter aus den rohen Möhren beim Buffett Materpfähle liebevoll herausgeschnitzt).

Spaß am Spieß

3. Das Gericht hat mir am meisten die Sprache verrschlagen: Erst dachte ich, da sei Schinken auf der Torte, bis ich feststellte, dass da wirklich Schinken drauf ist. Es handelt sich hier wohl um die perversteste Variante der gemeinen Herrentorte. Ich habe gestern noch einen Artikel von einer Soziologin über die geschlechtliche Konnotation von Essen gelesen. Wo Torte und Süßigkeiten in unserem Kulturkreis als weiblich gelten, wurde extra ab Mitte des 19. Jahrhunderts das Geschlechtsspezifikum als Vermarktungsstrategie eingeführt. Zu einer Zeit also, in der man - geprägt von Darwin - so ziemlich alles aus der ‘Natur’ und dem ‘Wesen’ einer Sache heraus ableitete, vor allem die geschlechtliche Auseinanderrückung vom ‘Wesen der Frau’ und vom ‘Wesen des Mannes’. Es ist davon auszugehen, dass die Werbestrategie dieses zeitgeistige Denken aufgriff und den Herren mit männlicher Schokolade in seiner natürlichen Entfaltung und Wesensart bestärkte und gleichzeitig bestätigte. Das heißt konkret: es gibt im Mann eine tief im Wesen verwurzelte männliche Natur, die sich die verschiedensten Dingen aneignet und sich durch diesen Mechanismus gleichzeitig offenbart. Zum Beispiel in Form von körperlicher Arbeit, in der Beschneidung der Frauen um ihre Rechte, im Patriarchat sowieso und eben auch beim Genuß von Herrenschokolade. Würde die Dame also oben erwähnte Torte essen, wäre diese ihr wesensfremd, widerspräche der weiblichen Natürlichkeit (genauso wie den Frauen Sport, Arbeit, Rechte und heutzutage eventuell Schlagzeug spielen wesensfremd waren). Kurz: Wo wir heutzutage Geschlecht als kulturell geprägte Dichotomie sehen, wurde diese zur damaligen Zeit naturgesetzlich begründet. Das fand wiederum Ausdruck in einem genderdifferenzierten Kodex, in dem alle Dinge und Tätigkeiten unter dieser Prämisse mit Bedeutung aufgeladen und fortan als Beweise dieser Dichotomie kollektiv verstanden und kodifiziert wurden. So doof das klingt, heutzutage ist das doch aber immer noch in unseren Köpfen. Dunkle Schokolade ist doch viel männlicher als weiße Luftsschokolade Joghurt-Himbeer. Wenn ich überlege, dass die meisten Jungs, um mich herum, lieber dunkle Schokolade essen als andere, möchte ich an diese Stelle fragen: Warum macht ihr das?? Zurück zum Gericht. Dient die soziale Konstruktion von Nahrung als genderspezifische Disposition also, um sich von ‘dem Weiblichen’ abzugrenzen, scheint sich der Koch meiner neuen Lieblingstorte in seiner Männlichkeit extrem beschnitten gefühlt zu haben (Vielleicht durch die aufkommende Emanzipation; ist gar Otto Weiniger der Koch gewesen?) und als Kompensation die männlichste Torte des Universums produzierte. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass man eine Torte bestehend aus Zwiebeln, Käse, Wurst backt und diese verziehrt mit: Pumpernickel, 12 Scheiben Lachsschinken, Merrettichcreme, Petersilie, Schnittlauch.

So, und jetzt kann ich Samstagmorgen 9:30 uhr stolz behauptet, herausgefunden zu haben, dass es die Herrentorte ohne Charles Darwin nie gegeben hätte.

Die Crux der Männlichkeit

Über Tamagotchis und Kefirpilze

Vielleicht werde ich mich in den nächsten Sätzen sehr weit aus dem Fenster lehnen und vielleicht werden manche von euch brüskiert sein, welche Thesen ich vertrete. Aber es wäre eine Schande, wenn eine Verbindung, wie die Folgende nie gezogen werden würde: Habt ihr schon mal darüber nachgedacht, dass ein Tamagotchi und ein Kefirpilz kongenial sind? Wenn man mal anfängt darüber nachzudenken, ergibt das total Sinn. Die Kongenialität beruht weniger auf dem Zweck, als eher auf den Umgang mit diesen zwei Objekten. Es bedarf einer gewissen Energie und Ambition einen Kefirpilz so zu pflegen, dass er auch längerfristig Kefirmilch herstellt. Zum einen braucht er einen abgedunkelten Raum, um 12-24 Stunden in Ruhe gähren zu können. Nach dem die Milch abgeschüttet wurde (am besten mit einem Sieb!) muss man den Kefirpilz putzen und waschen, da er sonst stirbt: Auf dem Kefirpilz bilden sich nämlich kleine Ablagerungen, die man Casein nennt.  Diese müssen in regelmäßigen Abständen abgewaschen werden, immer dann, wenn sich eine dichtere Schicht zu bilden beginnt. Werden die Casein Plättchen nicht entfernt, so kann der Pilz nicht atmen und verkümmert (!!). Zur Reinigung wäscht man den Pilz unter lauwarmem Wasser ab und entfernt alle Plättchen sorgfältig. Dann kann der Pilz erneut angesetzt werden.Bei einer näheren Betrachtung des Tamagotchis fällt auf, dass der Besitzer, genauso wie beim Kefirpilz, eine große Verantwortung trägt. So muss das Tamagotchi gefüttert werden (man kann zwischen Meal und Snack unterscheiden) (!), die Häufchen, die das Ding macht, müssen weggespült werden, es muss regelmäßig überprüft werden, ob das Ding gesund, beziehungsweise glücklich ist.
Vergleicht man beide Objekte, fällt auf, dass es dem Kefirpilz an einigen Fun-Applikationen fehlt. So kann man beispielsweise nicht die folgenden Spiele mit dem Pilz spielen, die man mit dem Tamagotchi spielen kann: Dieses Tamagotchi hat ein Spiel. Es dreht sich nach links und rechts. Du musst raten in welche Richtung es sich als nächstes dreht und dann A für links oder B für rechts drücken. Oder auch: Es laufen verschiedene Zahlen rauf und runter und du musst mit A (größer) oder B (kleiner) raten ob die nächste Zahl größer oder kleiner ist als 5. Sowie: Noten fallen herunter, die man auffangen muss. Den Häufchen muss man ausweichen, die dürfen nicht in den Korb fallen. Mit den Tasten A und C kann man sein Tama unter die Noten lenken. Fängt man 100 Noten hat man gewonnen und alle 4 Herzen füllen sich.

Schön finde ich den Gedanken, dass man den Kefirpilz mit einem Tamagotchi kreuzen würde, um ein höchstmaß an Action, Spannung und Fun zu bekommen. Da stelle ich mir dann vor, wie der Kefirpilz gerügt werden muss, damit er nicht verzogen wird oder wie man versucht sein Tamagotchi durch ein Sieb abzuschütten, wie man zwei Kefirpilze via Infrarot miteinander verbindet, damit die beiden flirten, Kinder bekommen, Geschenke austauschen oder online gehen können, wie es das letzte Jahr erschienene Tamagotchi “Familitchi” kann, mit dem man ganze Familien züchtet.

Ein schöner Linktipp und der Beweis, dass Frauen manchmal viel nerdiger sein können, als Nerdjungs: http://www.tamagotchi.de/index2.html

Probierstrümpfe

Heute möchte ich über einen Gegenstand schreiben, der mich seit langer Zeit immer wieder zum Schmunzeln bringt: Der Probierstrumpf.
Allerdings bringt mich weniger der Probiertstrumpf zum schmunzeln, der mit einem höflich genervten “bitte nicht barfuß, wir haben hier Probierstrümpfe” in Schuhgeschäften verordnet wird, sondern der Probierstrumpf, der eine ganz besondere Facette in dem Moment bekommt, in dem er das Schuhgeschäft verlässt. Seine Funktionalität ist nun aufgehoben und ein breites Spektrum an kreativen Ideen einer neuen Funktionsmöglichkeit eröffnet sich. Ihn einfach tragen als Socke möchte man nicht. Zumal er nach ein paar Stunden an den Zehen einreisst. Was kann man also noch machen mit einem Probierstrumpf, der sich ausserhalb eines Schuhgeschäft befindet?

1. Möglichkeit: Als praktische und recht hässliche Handy- oder Fotokameratasche. Das Gerät ist durch den Probierstrumpf optimal vor Kratzern geschützt und auch leichte Nässe, wie z.B. Festivalbier übersteht das Handy/die Kamera dank Probierstrumpf unbeschadet.

2. Möglichkeit: Als Saatschutz. Der Landwirtschaft großes Problem ist bekanntlich der Mundraub von Parasiten wie Krähen oder Hoppelhasen, sowie der grimme Frost. Anstatt viel Geld fürs giftige Spritzen auszugeben oder anstatt viel Geld für viel Wärme auszugeben, könnte einfach ein Netz aus Probierstümpfen geflochten, ggf. geknotet über das Feld gelegt werden.
(Ob das Vlies eines Probierstrumpfes allerdings genügend Luftdurchlässig ist, muss ich noch mal irgendwie ausprobieren.)
Aber ansonsten ist die Idee gar nicht so schlecht.

3. Möglichkeit: Ein Tipp für den Bastler- oder Tierfreund: Ein selbstgemachter Meisenknödel. Einfach Körner, Haferflocken oder gemahlene Sonnenblumenkerne in den Probierstrumpf, zuknoten und fertig.

Hinweis: Für Banküberfälle sind Probierstrüpfe eher weniger geeignet, da das Gesicht lediglich bis zur Nase verdeckt wird.

Ein Phänomen, was mir zu diesem Thema noch einfällt: Probierstrümpfe und McDonnaldsburgergurken sind die einzigen Gegenstände, die man vermehrt vor besagten Geschäft einfach auf den Boden liegend findet. Achtet da mal drauf.

P.S. 200 Probierstrümpfe (100 Paar) gibt es für 24,90 Euro im Internet.

P.P.S.: Was das Problem des Frosts auf Feldern anbelangt, hab ich auch schon eine Idee, die nicht so viel Geld kostet: Ich weiß nicht, ob ihr das wisst, aber Hühner sind sehr schlecht isoliert und geben daher sehr viel Wärme ab. Wenn man die Hühner nun unterhalb des Netzes aus Probierstrümpfen halten und ihnen den den Schnabel mit Gaffatape zukleben würde, hätte man bilige Wärme und natürlichen Dünger in einem.

Juhu, Kaminwerbung, Juhu!

Wie schön! Nach Monaten besuche ich nun also meinen Blog mal wieder und darf einen Werbebanner auf der Seite finden. Nicht von irgendwas. Nein! Ich glaube das schönste und passenste Produkt, das ich mir auf meiner Seite vorstellen kann, wird beworben: Kaminwerbung!
Für alle die das jetzt nich verstehen können gerne meinen Eintrag “Zugfahrtgedanken” lesen. Darin lehne ich mich so weit aus dem Fenster, dass ich behaupte, ich wüsste warum Kaminwerbung nur in Raststättentoiletten auf deutschen Autobahnen zu finden ist. Paradigmenwechsel wohin man schaut. Prima und ah ha!

Liebe, Sex & Zärtlichkeit

Liebes Dr. Sommer Team,

Ich habe gerade das Buch „Sexualität und Wahrheit“ von
Michel Foucault gelesen und bin jetzt etwas verwirrt. Stimmt es, dass es
Sexualität gar nicht gibt?? Dass Sexualität nur in unserem Selbstverständnis zum Schlüssel einer jeden Identität geworden ist, da im 19.Jahrhundert eine Reihe von Diskursen und Überlegungen
unter dem Begriff „Sexualität“ zusammengefasst wurden, welche dann wiederum aufgrund einer Verkehrung von Ursache und Wirkung plötzlich als Grund für die vielen Diskurse angesehen wurde? Sexualität ist also, abseits unseres Selbstverständnisses etwas kultiviertes und nichts natürliches? Unsere Identität baut sich also auf einen früher unbenannten Trieb auf, der nur durch einen Prozess des Diskursiven eine neue Funktion bekam und zum Geheimnis der Natur eines jeden Individuums wurde? Macht mich die Bravo also, durch ihren immensen
Beitrag zur Kultivierung der Sexualität zu einem interessanteren Menschen, weil sie durch den Akt der Kultivierung das Natürliche verschleiert, nach dem wir uns aber schon während des Akts der Verschleierung wieder sehnen und somit das Natürliche zum Geheimnis und eine für uns ewig verlorenen Heimat wird? Und heißt das, dass es irgendwie nur völlige Medien- und Kulturhysterie und somit absolut oberflächlicher Bullshit ist, dass ich mir unter Einsatz meines Lebens die Schamhaare kahl rasiere? Dann wäre ich ja ganz schön blöd.

Mandy (15)

Zugfahrtgedanken

Ich sitze im Zug nach München. Das Wort “pittoresk” und
Joshua Kasdisons “Jessie paints a picture of how it’s gonna be” gehen wir die ganze Zeit durch den Kopf, während ich die idyllische Rheinstrecke an der Lorely entlangfahre.

Ich war gestern beim Zahnarzt, weil mir vor 5 Jahren auf
einer Party ein Zahn herausgeschlagen wurde (danke noch mal). Seitdem hatte ich ein Provisorium im Mund, das sich mit den Jahren verfärbt hat. Solche Menschen mit verfärbten, unechten Zähnen nennt man ja auch gut und gerne “Blauzahn”. Um dieser Denunziation zu entkommen, war ich
also gestern beim Zahnarzt und habe eine Krone bekommen (die verfärben sich nicht) Leider ist mir erst vor zwei Wochen aufgefallen, dass “Blauzahn” und “Bluetooth” lediglich eine Sprache von einander entfernt sind und somit Grundlage von Witzen, die Leute erst beim zweiten Nachdenken verstehen. Aufgrund dieses kleinen Wortwitzes, habe ich gestern nicht nur in der Bahn gesessen und bin zum Zahnarzt gefahren, ich habe
mich darüber hinaus auch 1) etwas cooler 2) etwas wie ein Handy gefühlt, da ich mir die ganze Zeit gesagt habe, dass ich nicht zum Zahnarzt fahre, sondern, dass meine Bluetooth geupgradet wird.

Die Leute die man “Blauzahn” nennt, erinnern mich gerade an
die Kinder die man “Kinder mit ner Quetschbrille” nennt. Diese geilen
Pflasterbrillenkinder. Ich habe nur einen erwachsenen Menschen kennengelernt, der ne Quetschbrille hatte. Ich glaube das Wort
Quetschbrille habe ich mal erfunden, aber ich finde es ist onomatopoetisch. Jedoch versucht die Industrie seit Jahren die Pflasterbrillen irgenwie hip zu machen. So wurden aus den Pflasterbrillenkindern die “Piratekids”, wie folgende Seite von Piratoplast- Das lustige Augenpflaster” suggeriert: http://www.piratoplast.de/index.php

Eigentlich müsste ich während der Fahrt Latein lernen, aber
stattdessen denke ich ich lieber über “hic haec hoc- die Partytruppe Latein” nach. Das ist nach “No risk, no fun- ich trink das Leitungswasser in Hamm” meine lieblingsstudivzgruppe. Wenn ich an diese Partytruppe denke, muss ich mir immer eine Gruppe junger Männer vorstellen, die mit Hosenträgern und Soldatenmarsch die ganze Zeit laut das Relativpronomen hic haec hoc deklinieren und dabei sehr schnell laufen. Eigentlich ohne Ziel und Zeitdruck. Eventuell haben die heute
abends noch vor ein Lagerfeuer zu machen und Stockbrot zu grillen. Dazu singen sie dann Vangelis oder “Es tanz ein Biberbutzemann”. Es gibt auch im Nachbarsdorf eine ähnliche Gruppierung. Diese dekliniert allerdings tagein tagaus Qui, quae, quod. Jetzt muss ich aber doch überlegen, wie viele von diesen Jungs früher einmal im Knaxklub waren und Sticker gesammelt haben, um dann ein Single-CD-Gerippe zu bekommen, wo man 10 Maxis reinstellen konnte.

Seltsam. Ich glaube jeder 2. Mensch kennt das: Dieses Gefühl
bei einer Autobahnraststätte schon einmal gewesen zu sein. Mir geht es fast
immer so und es macht mich immer etwas verrückt, weil man dann seinen Gefühlen
vertrauen muss, aber der Verstand einem in Stich lässt. Ich habe allerdings
gerade aus dem Zugfenster geschaut und ein großes Schild mit “Erotikmarkt”
gesehen, welches in einem typischen Autobahnabfahrtsindustriegebiet stand, wo
immer auch ein McDonnald’s oder ein Burger King ist. Dieses Schild, da war ich
schon mal. Allerdings weiß ich nicht, wo es war und ob es das noch mal gibt.
Aber es war das gleiche Gefühl, wie bei einer Autobahnraststätte.

Ich muss ja auch mal sagen, dass ich einer der wenigen
Menschen bin, die wissen, warum es auf Autobahnraststättentoiletten immer
Kaminwerbebroschüren gibt. Wenige daher, dass es vielen gar nicht auffällt und
denjenigen denen es auffällt, da sie nach studenlangem Kopfzerbrechen
kapitulieren. Ich habe aber durchgehalten und bin auf die Antwort gekommen.
Also: Broschüren von Kaminen befinden sich durch die Bank weg auf Raststättentoiletten,
da diese Kamine in großen Lagern deponiert und verkauft werden und diese Lager
sich immer in den oben genannten Industriegebieten befinden, die auch immer an
Autobahnausfahrten liegen und einen McDonnalds bzw. Burgerking haben.
Allerdings frage ich mich immer noch wie das dann im endeffekt aussieht: Eine
Familie kommt aus dem Urlaub zurück. Die müssen mal. Dort sehen sie die
Broschüre und entschließen sich einen Kamin zu kaufen. Sie fahren also die
nächste Ausfahrt raus und kaufen sich einen Kamin, der aber nicht ins Auto
passt. Die idee ist ja gut, aber die Welt? Die Werbung ist so angelegt, dass
sie auf einen Spontankauf schielt. Zufällig den kaminkatalog gefunden und entschlossen, einen Kamin haben zu
wollen. Aber dabei ist ein Kaminkauf etwas, was man plant, lange sogar. Das
eine macht mit dem Eigentlichen keinen Sinn. Es ist wichtig, dass man sich das
verdeutlicht. Auf keinen Fall sollte man auf die Masche reinfallen und spontan
neben einem Burger auch noch einen Kamin kaufen. Schon gar nicht als Motorradfahrer.
Brummis könnten das allerdings doch tun, die haben ja immer viel Platz
“hinten”. Ich weiß gar nicht, ob LKW-Fahrer das wissen. Wenn ich Tom Astor oder
Truckstop einmal persönlich treffen sollte, werde ich ihnen sagen, sie sollen
ein Lied über die Freitheit der Brummis beim Spontankaminkauf schreiben.

Kaminwerbung auf Toiletten erinnert mich auch an die “Lifta”-Werbung hinten auf der “Prisma”. Die war aber immer nur die Zweitbeste. Die
allertollste Werbung hinten auf der “Prisma” war für ein Reinigungsmittel. Der
Name ist mir leider entfallen, aber auf dem Bild war eine Frau zu sehen, die
ein Wohnzimmer geputzt hat und überall waren weiße Sterne mit Photoshop ins
Bild eingearbeitet, damit man den Glanz der Sauberkeit sehen konnte. Das hat mich
immer sehr gefreut, weil die Werbefritzen immer ein wenig zu viele Sterne ins
Bild getan haben. Einmal habe ich sogar zu dieser Reinigungsfirma geschrieben,
dass ich die vollständige Broschüre kostenlos zugeschickt haben möchte. Neben
reichlich Spass bei der Lektüre von sauberen Zimmern mit ganz vielen Sternen,
hatten sie mir doch wirklich ein Raufaserputztuch mitgeschickt.

Ein schönes Zugerlebnis ist gerade noch auf dem ICE-Klo
geschehen. Ich stand vor der Tür und konnte hören, welcher Popsong gerade im Inneren des Klos lief. Als ich aber erkannte, dass es sich um das Lied “Du hast den geilsten Arsch der Welt” handelte, konnte ich mir ein breites Grinsen nicht verkneifen.

Yür-Gon

Noch immer weiß ich nicht warum Eisdielen so furchtbare Sitzgelegenheiten haben und das ärgert mich gerade. Allerdings fällt mir da auch gleich etwas Schönes ein, nämlich die Grundidee der Sitzgelegenheiten für Angestellte von Sofaläden. Ich bin einmal an einem Sitzgelegenheitengeschäft vorbeigelaufen und habe beobachtet, wie die zwei Angestellten wahllos auf einen der vielen Sofase platz genommen hatten. Das fand ich irgendwo kurious, da ich mir nicht genau erklären konnte, warum die zwei gerade auf desem Sofa Platz genommen haben und ob die das aus der Chefetage her überhaupt dürfen. Sitzen die dann jeden Tag auf einem anderen Sofa oder immer auf dem einen? Und wie kurioser wäre es doch, wenn die Zwei aus der Chefetage ein Verbot bekommen hätten, bei der Arbeit überhaupt sitzen zu dürfen? Vielleicht haben sie ja einen Schemel bekommen, auf dem sie sitzend auf Kundschaft warten können.
Ein lustiger Gedanke, wie den zwei Angestellten eines Sofaladens abends die Beine vom ganzen Stehen weh tun. Sie kommen nach hause setzen sich auf ihr Sofa und sagen laut “puh! Endlich sitzen!” furios.

Und kann mir einer erklären, warum die Asiaten sich immer in Taschen legen und sich dann dadrin mit Reis bewerfen? Ich werde das nie verstehen können.

Immerhin haben wir, nachdem ich erst einmal auf das Thema kommen musste, selbst herausgefunden, dass Zahnpasta auf italienisch Pasta al dente heißen muss.

Flyer

Eine Sache, die ich noch kurz vor meiner Abreise nach München am Bonner Bahnhof in die Hand gedrückt bekam, war ein Flyer, der mich seit heute fasziniert. Im Folgenden, werde ich auf die einzelnen Merkmale und Besonderheiten erläuternd eingehen:

Das hier ist die Vorderansicht:

1) Hassan Sipan ist der Friseur mit dem schwarzen Lederhandschuh!

2) In Kongruenz zum plakativen Slogan “Haare hoch!!” steht diese Maschine, welche die rauhe ghettostimmung im Friseursalon unterstreicht.

3) Speziel ist dies zweifelsohne

Hier ist die Rückseite zu sehen. Besonderheiten und Kniffs sind hierbei:

4) die Angebote für Herren. Ein noch reichlich unerforschtes Gebiet ist das Angebot des Musters.

5) Bei den Damen sieht das Angebot ähnlich lukrativ aus. Nach einiger Quellenforschung und Recherche habe ich sogar herausgefunden worum es sich bei dem Geschenk handelt.

Dazu folgender Link, bei dem es eine Sequenz gibt, welche das Geheimnis um das Geschenk lüftet:

http://www.truveo.com/Salon-Sipan-HASSAN-2007/id/1981772931

6) Insgesamt 9 Daumen die nach oben zeigen.
Statistisch ist hier zu beachten, dass Friseur ganz links wieder einen Lederhandschuh trägt. (Diesmal in braun und an der linken Hand).

Und wer jetzt Interesse bekommen hat, nicht nur Kunde von Hassan Sipan zu werden, sondern auch selbst gleich tätig zu werden, dem sei folgender Link ans Herz gelegt:

http://www.jobmonitor.com/jobs-stellenangebote/Friseurmeister_in_Friseurmeister_in/9905/t/ref-4124263-61/

Tot in de Tennisclub, dan!

Da legt man sich schlafen und gleich erlebt man Dinge, die einen am nächsten Tag zum lachen bringen. Ich möchte meinem Unter- und Bewusstsein herzlich die Hand schütteln und Danke sagen:
Einschlafphasen zwischen wach und weg. Gestern wieder großes Kino in mir:

Zwei große freundliche grüne Monster waren auf einmal auf einer Art Schulhof zu sehen. Nach ein paar Momenten fiel eins der Monster nach unten aus dem Bild, worauf das andere Monster ihm nachschaute und sagte:

“Aber Hase, ist doch nicht so schlimm. Wir kaufen dir einfach einen neuen Hulla-Hub Reifen!”

Ich habe mir heute Gedanken über die Leute gemacht, die anstatt Sparkasse “Spasskasse” sagen. Plötlich wurde ich etwas grämig, da ich es ungerecht fand, dass man einen Wortwitz macht, der aber phonetisch gar keinen Sinn macht. Wenn man schon so schlechte Witze macht, kann man dann nicht, verdammt nochmal, bis zum bitteren Ende gehen und demütigend mit einem Auge zugedrückt “Spasskarre” sagen? .

Großes Sparen hatte ich auch gerade bei meinem Niederländischtrainig.

Folgendes habe ich gelernt:

Dat klinkt grappig - Das klingt komisch

Tot in de Tennisclub, dan! - Bis im Tennisclub, dann!

Und auch großartig schön: Die Niederländer nehmen die Worte auch gerne mal einfach in den Mund, so wie sie sind (also ohne Blumen). Schönes Beispiel:

Das Verb “huren” ist niederländisch und bedeutet mieten! De Villa huren. Top

Eisdielen und Negermantel

Es gibt auf der Welt eine Eisdiele, die noch blöder ist als alle anderen Eisdielen. Eisdielen bestehen aus italenischen Menschen, Eis, schlechten Gemälden an den Wänden und Eisdielengarnituren. Diese eine besondere Eisdiele in Köln hat allerdings ein idealisiertes Verhältnis zur Technik. Vor knapp zehn Jahren gab es dort einen Sitzplatz, an dem man elektrische Schläge bekam, wenn man sich zurückgelehnte. Es war dort nämlich eine Art Lichtrohr im Nackenbereich angebracht war. Das war ja noch lustig, aber was ich heute auf der Karte lesen musste, hat mich tief verärgert:

Kleine Portion (3 Bällchen, 2 Sorten)
Mittlere Portion (4 Bällchen, 3 Sorte)
Große Portion (8 Bällchen, 4 Sorten)

Ob man es glaubt oder nicht, ich habe nachgefragt und man muss wirklich eine Sorte Eis doppelt nehmen! Als ich nachgefragt habe, warum das so sei, hat der italienische Mann gesagt, dass es so in dem ektronischen Funktnotizzetteldings verbucht sei und es anders leider nicht ginge. äh…hä??
Ich habe ihm dann mein Unverständnis zum Ausdurck gebracht. Und verdammt, auch jetzt versteh ich einfach nicht, warum man wegen einem elektronischen Gerät zweimal Kaugummi nehmen müsste, wenn man doch viel lieber Schoko, Schlumpf und Kaugummi (ggf. Rogen) haben möchte.

und um den alten Schopenhauer nochmal von hinten aufzurollen: Ein Regen mit Gazelle zagt im Neger nie

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